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Eigene redaktionelle Beiträge zum Thema Liebe und Beziehung:
Ehe hält gesund
Der Ehestand fruchte dem Manne und zermürbe die Frau. Dies sei doch offenkundig
und außerdem habe es die Forschung erwiesen. Stimmt aber gar nicht! Die Ehe -
oder eine feste Partnerschaft - hält auch Frauen gesund. Vorausgesetzt, dieselbe
ist "befriedigend". Wie es sich herausstellte, sind die in einer zufrieden
stellenden Partnerschaft gebunden lebenden Frauen gesünder, sowohl im Vergleich
mit den Ledigen, Geschiedenen und Witwen als auch mit den "unbefriedigend"
Gebundenen. (Health Psychology, Vol. 22/5)
Gleich und Gleich gesellt sich gern
Wie angle ich mir einen Millionär? Die sprichwörtliche Suche nach dem
reichen Ehegatten scheint ganz und gar nicht die Regel bei der
Partnerwahl zu sein. Während manche Promi-Ehen dem Muster
scheinbar noch entsprechen, sieht die Realität
glücklicherweise anders aus: Amerikanische Forscher haben
jetzt bei Untersuchungen der zwischenmenschlichen Beziehungen
herausgefunden, dass die Ähnlichkeit der Lebensumstände bei der
Partnerwahl mehr zählt als Gegensätze, meldet das
Wissenschaftsmagazin New Scientist
www.newscientist.com
(2003).
Die neue Studie macht sich über das häufig vorgebrachte Klischee lustig,
dass Männer junge, attraktive Frauen zum Gebären ihrer Kinder aussuchen,
um ihre Gene in bestmöglicher Form weiterzugeben und
Frauen ältere, erfolgreiche Männer, die ihnen und ihren
Nachkommen Sicherheit und Schutz bieten. "Die Ergebnisse
spiegeln nicht wirklich dieses Bild wider", sagt Stephen
Emlen, Verhaltensforscher der Cornell University und Mitautor der
Studie. Das Ergebnis der Studie zeigt deutlich: In
unserer westlichen Gesellschaft suchen Männer wie Frauen
eher Partner mit ähnlichen Qualitäten. Hübsche Frauen
legten mehr Wert auf ebenso attraktive und gesunde Männer, weniger
auf Partner, die reich sind. Wohlhabendere Männer zogen Frauen aus
reicheren Familien vor. Attraktivität war ihnen nicht so wichtig.
Stabilität in der Beziehung ist das erfolgreichere Konzept
Vom evolutionsbiologischen Aspekt sind "ähnliche" Paar-Beziehungen
erfolgreicher, weil sie stabiler sind, sagt Emlen. Das wiederum sorge für
eine längere Partnerschaft mit mehr Kindern und sichert das gemeinsame
Älterwerden. Das Ergebnis der Studie basiert auf einer Befragung von über
1.000 Versuchspersonen zwischen 18 und 24 Jahren. Die Teilnehmern sollten
zuerst zehn Qualitäten ihres Lebenspartners auf einer Skala bewerten und
dann sich selbst einstufen. Dabei wiesen diese Einschätzungen zwischen
dem
Partner und sich selbst signifikante Ähnlichkeiten auf. Die Studie beweise
auch, So die Forscher, dass eine lange gemeinsame Partnerschaft nur durch
Kennenlernen der eigenen Bedürfnisse erfolgen kann.
Risikofaktor Partner: Wer zu schön ist, wird abgeworben
"Langdauernde Beziehungen bestehen durch gemeinsame Werte, ähnliche
Interessen, ähnliche familiäre Herkunft und intellektuelle Bedürfnisse",
sagt Emlen. Ein Partner, der über weit höhere Qualitäten verfüge als man
selbst, ist ein Risikofaktor für eine Beziehung, da er möglicherweise von
einem eben solchen Partner "abgeworben" werden könnte.
Beziehung light
In festen Partnerschaften, im Beruf und in der Gesellschaft ist es
inzwischen ganz normal, dass wir uns frei gemacht haben von den alten
Vorstellungen über das, was wir zu tun und zu lassen haben. Genauso
selbstbestimmt gehen viele heute ihr Gefühlsleben an." In einer
Exklusiv-Umfrage des Internetdienstes "Lycos" gaben im Spätsommer
2004 ein
Viertel der 18- bis 24-jährigen und ein Drittel der 25- bis 35-jährigen
Frauen zu, von einem Leben mit "einem oder mehreren Lovern" zu träumen
ohne Verpflichtung, mit ihm auch den Bürofrust oder gar die Dreckwäsche zu
teilen. Und 50 Prozent können sich vorstellen, "eine rein sexuelle
Beziehung zu haben". Da sind allerdings auch die dabei, die hoffen, dass
vielleicht mehr daraus werden könnte.
Für überzeugte SWOCs (SWOC = "Sex WithOut Commitment", deutsch: Sex ohne
Verpflichtung) kommt das gar nicht in Frage. "Aus meinen früheren
Beziehungen weiß ich: Irgendwann fängst du an, mit ihm vor der Glotze
Tiefkühlpizza zu mampfen. Du schminkst dich am Wochenende nicht mehr,
trägst Schlabber-Shirts und lässt die Klotür offen, weil's ja so bequem
ist ", begründet Sandra, 33, ihre Anti-Haltung gegen
einen 24-Stunden-Mann. "So weit wird's mit meinem Lover
nie kommen. Für ihn bretzele ich mich auf, ich koche für
ihn, stell' Blumen auf den Tisch. Bei ihm werde ich nie zur
Schlampe." Klingt wie Parties feiern ohne hinterher Gläser spülen zu
müssen.
Und was, wenn ein SWOC-Girl doch eines Morgens mit einem Kater aufwacht?
Wenn Gedanken an die Zukunft kommen oder die Sehnsucht, von diesem Mann
mehr zu wollen als multiple Orgasmen? Katharina, 29, hat diese Gefahr
ganz gezielt ausgeschlossen. "Ich hätte Angst, mich
richtig zu verlieben", gibt sie zu, "denn ich will meine
Freiheit als Single keinesfalls aufgeben. Deshalb gehe
ich nie mit einem ins Bett, der mir hundertprozentig gefällt.
Mein jetziger beispielsweise ist zehn Zentimeter kleiner als ich, trägt
Pferdeschwanz und steht auf Peter Maffay. So einer käme nie als
offizieller Mann an meiner Seite in Frage."
Die meisten Frauen, die ihren Geliebten fast alles geben würden außer dem
Wohnungsschlüssel, haben eher Angst vor dem umgekehrten Fall,
dass er eines Tages mit seiner Besucherrolle nicht mehr
zufrieden ist und mit Rosenstrauß plus Reisetasche
ankommt. Nach einer aktuellen Single-Umfrage des Münchner
Meinungsforschungsinstituts NFO Infratest wünschen sich nur 25
Prozent der Frauen, aber 43 Prozent der Männer eine feste Partnerschaft.
"Wenn wir happy und verschwitzt nebeneinander im zerwühlten Bett liegen,
sagt Sven manchmal: ,Ach, vielleicht wird eines Tages mehr aus uns'. Dann
kribbelt schon ein Glücksschauer über meinen Rücken", erzählt Daniela,
32. "Aber ich weiß, das ist nur ein romantischer Moment.
In Wirklichkeit bin ich noch nicht bereit für eine feste
Bindung. Ich habe Spaß daran, spontan übers Wochenende
abzuhauen und in Berlin oder Hamburg mit Freunden zu
clubben. Ich möchte niemanden fragen müssen, wenn ich mal eine Nacht mit
meiner Freundin durchquatschen will, und ich liebe es, ganze Sonntage
allein mit einem Stapel Zeitschriften und einer Riesenschachtel
Chococrossies in meinem Bett rumzulümmeln. Darauf will ich im Moment
nicht verzichten. Deshalb hoffe ich, dass er nicht
wirklich darauf wartet, dass wir fest zusammen kommen."
Seattle: Das Liebesbarometer von
John Gottmann
(Psychologe) und James Murray (Mathematiker)
Die beiden Wissenschaftler haben eine Formel entwickelt, die bei Liebespaaren
die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Trennung berechnen können soll. Dieses
Liebesbarometer habe eine 94-prozentige Sicherheit in der Vorhersage, ob eine
Beziehung in den nächsten fünf Jahren in die Brüche gehe, oder ein leben lang
halten könne. Als Grundlage dafür genügen 15-minütige Videoaufzeichnungen eines
Streitgespräches des jeweiligen Paares. Mit einem Punkte-System wird so das
Verhältnis von positiven und negativen Äußerungen erfasst. Weiterhin werden
Herzfrequenz und Gesichtsausdruck hinzugezogen.
John Gottmann versichert: Offen zur Schau gestellte Verachtung zum Beispiel sei
wie Salzsäure für die Liebe, während ein erhöhter Herzschlag das Blut dermaßen
in Wallung bringe, dass alle Argumente des Partners nicht mehr wahrgenommen
werden.
Auf der Kippe steht die Liebe laut den Forschern ab einem Verhältnis der
negativen zu den positiven Äußerungen von 5:1. Grund zur Resignation soll
dadurch jedoch nicht unbedingt bestehen: Möglicherweise reichten ja schon ein
paar Änderungen im Verhalten - wie z.B. etwas Humor oder einige liebevolle
Gesten - um dieses Missverhältnis wieder auszugleichen. (afp,
Februar 04)
Der
Männliche Blick auf weibliche Körper
Die Psychologin
Erica J. Miller (University New Mexico)
hat untersucht, was Männer damit meinen, wenn sie sagen, sie
mögen schlanke Frauen. Aus neun Illustrationen, von mager bis übergewichtig,
wurden Männer nach ihrer Traumfrau gefragt. Keiner wählte die extrem dünne
Figur. Selbst jene, die ganz explizit nach einer "sehr schlanken Frau" suchten,
entschieden sich für die drittdünnste Körperform. Alle anderen wünschten sich
eine Partnerin, deren Körperform in der Mitte lag. Und damit wählten sie ein
Aussehen, das die meisten Frauen schon nicht mehr als "schlank" bezeichnen
würden. Interessantes Nebenergebnis: Männer die sehr schlanke Frauen
bevorzugten, waren die reichsten innerhalb dieser Stichprobe. Jene, denen eine
fitte vollschlanke Frau besser gefiel, hatten eine höhere Bildung.
Studie der Universität Washington
(2003):
Männer die im Haushalt helfen, sind gesünder als der Durchschnitt, haben eine
glücklichere Partnerschaft und genießen ein ungewöhnlich befriedigendes
Sexleben. Der Grund: Männer, die Staub wischen, kochen oder bügeln, geben ihrer
Partnerin das Gefühl, sie werde um ihrer selbst willen geliebt und nicht wegen
ihrer häuslichen Dienstleistungen.
Wie betrüge ich meine
Partner?
US-Psychologen haben 2004 nachgeforscht, wie man am besten seinen Partner betrügen
kann. Nun, das finden wir weniger interessant. Dennoch kam dabei etwas
wissenswertes heraus: Männer sind offensichtlich leichter zufrieden zu stellen.
Während die Herren damit zufrieden sind, dass alles weiter so läuft, wie bisher
oder die Frau ihre Attraktivität eher vernachlässigt bzw. sogar noch
"gesteigerter Sexualaktivität" an den Tag legt, ist ihnen ziemlich egal, was
ihre Partnerin sonst so treibt. Frauen hingegen sind erst durch "tiefe,
emotionale Gespräche" von gemeinsamer Zukunft mit Kindern bzw. häufigen
Blickkontakt unter Menschen davon zu beruhigen, dass nichts weiteres läuft. Dies
lässt - mal wieder - auf die biologisch begründeten Bedürfnisse schließen: Der
Frau geht es hauptsächlich um Gefühlsbindung und Versorgung, dem Mann um leicht
verfügbaren Sex. Wenn alles so einfach wäre.
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