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Ich glaube nicht daran, dass nur eine Stellung, ein bestimmtes Verhältnis den Menschen glücklich macht, mit Ausnahme der Ehe, wenn man den kleinen Teufel gekriegt hat, der im Himmel für einen bestimmt wurde.
Denn wenn man älter wird, so lernt man eben einsehn, dass man von einem Menschen nicht alles verlangen kann kann und dass man zufrieden sein muss, wenn ein Weinstock Trauben trägt. In jüngeren Jahren verlangt man auch noch Erd- und Himbeeren dazu, womöglich gleich mit Schlagsahne.
Wer sich zum zweitenmal verheiratet, verdient nicht, dass ihm die erste Frau gestorben ist.
Ich liebe Liebe, aber ich gucke sie mir an und prüfe sie auf ihre Echtheit; vieles, was sich im guten Glauben dafür gibt, ist nicht weit her. Die bloße persönliche, aus leidlicher Begriffsverwirrung geborene Überzeugung "Ich liebe" ist noch lange keine Legimitation.
Es gibt kein unbedingtes und ungetrübtes Glück, das länger als fünf Minuten dauerte. Das Tollste sind Flitterwochen in einem englischen Seebade. So langweilig, dass Zankszenen eine Erlösung werden.
Es gehört zu den ersten Regeln der Lebensklugheit, über dies Fehlende, wenn es nicht schwerer wiegt als das Gute, was da ist, hinwegsehen zu lernen. (aus Briefen von Theodor Fontane, 1859-1876)

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